Donnerstag, 19. Januar 2012

Bad English - Forget Me Not

From the good old 80': Bad English - Forget Me Not
Die Gitarre voll das Brett, so wie sich das gehoert.
Coole Nummer ...

Ischsinge eine Liedde vonne Schakira ...

... und die koenne meine Arsch lecken! btw: Who are the monsters?

Sonntag, 15. Januar 2012

Ich hab so die Schnauze voll von dieser ganzen Scheisse!



Wird doch Mal Zeit, dass wir endlich aufwachen. Wir werden nach Strich und Faden verarscht. Schlimmer noch: wir verarschen uns selbst! Leute seht euch um! Seht ihr denn nicht was abgeht in der Welt?!

Die Amis ziehen wieder Mal in den Krieg gegen ein Land, das sie garnicht bedroht. Und wieder sind's Atomwaffen die sie als Vorwand nehmen, um ein Land anzugreifen. Und wieder geht's eigentlich nur ums Oel. Es ist doch echt zum Kotzen! Sie wollen einen Handelsboykott gegen all die Laender durchsetzen, die nicht mit ihnen auf einer Linie sind.

DAS ist die wahre Bedrohung: eine Weltmacht, die sich langsam aber sicher zu einer Diktatur entwickelt.

Aufwachen Leute!
AUFWACHEN!!!

Freitag, 6. Januar 2012

Komt een vrouw bij de dokter






Kommt eine Frau zum Doktor. Deutscher Titel: Love Life - Liebe trifft Leben. Englischer Titel: Stricken

Plot: Stijn and Carmen have everything. They are young, successful and wealthy. They live a perfect live in Amsterdam and move to Amstelveen when they have a child, Luna. Then the world collapses as Carmen is diagnosed with breast cancer ...

Einer der bewegendsten Filme, die ich seit langem gesehen habe. Absolut empfehlenswert. Kleiner Tip: haltet ein grosse Packung Kleenex bereit!

Donnerstag, 5. Januar 2012

It's a life in the bog


Fiona Mehan from Ballyshannon in Donagal during the Northern Ireland Bog Snorkelling Championships at Peatlands Park in Co Armagh. Niall Carson/PA Wire-thejournal.ie

"Der Nenad schreibt immer nur scheisse ueber Irrland. Das nervt!" sagt man.

Stimmt nicht ganz. Ich habe auch schon gutes ueber Irrland berichtet. Nur leider verbraucht sich das sehr schnell. Der Vorrat an "Gutem" schrumpft und es kommt nix mehr nach. Danach erzaehlt man halt ueber das, was noch da ist und was leider immer wieder nachkommt: das weniger Gute. Hat auch nix damit zu tun, dass ich eine arme Sau bin, die in einer dunklen Gasse vor sich hinkraechzt. So sehen mich zumindest einige meiner "Fans". Es hat vielmehr damit zu tun, dass man irgendwann die Augen und Ohren weit aufmacht und beginnt genau das zu sehen und zu hoeren was wirklich ist ... und nichts anderes. Egal welchen Satus man hier geniesst, it's a life in the bog.

(A bog, quagmire or mire is a wetland that accumulates acidic peat, a deposit of dead plant material—often mosses or, in Arctic climates, lichens. Bogs occur where the water at the ground surface is acidic, either from acidic ground water, or where water is derived entirely from precipitation, when they are termed ombrotrophic (rain-fed). Water flowing out of bogs has a characteristic brown colour, which comes from dissolved peat tannins. Bogs are very sensitive habitats and are of high importance for biodiversity. - Wikipedia)
.

Oder auf Deutsch gesagt: Es ist ein Leben im Sumpf.

Ist natuerlich scheisse fuer die Seelenkelten teutonischer Herkunft, wenn ihnen jemand in ihre Traumsuppe spukt. Anscheinend gibet nix schlimmeres fuer gewisse Gutmenschen als die Truebung ihrer hausgemachten Traeume. Das Beste, was sie die dann zustande bringen ist mich von weitem zu fotografieren.

Well, I couldn't care less ...
doch ich muesste luegen wenn ich behaupten wuerde, dass es mir keinen Spass macht.

Vieles von dem, was ich hier von mir gebe, ist teilweise genau das was ich sogut wie jeden Tag in meiner "dunklen" Gasse von irgendwelchen "dunklen Gestalten" zu hoeren bekomme. Mit "dunklen Gestalten" meine ich die Eingeborenen. Man muss jedoch ein Buch darueber schreiben, damit die o.g. Pfeifen lachen koennen. Schliesslich lacht man ja oft und gerne und erst recht wenn man auch noch Geld dafuer zahlt. Uebrigens: in meiner Gasse ist es genauso dunkel wie anderswo. In Petra Dubilskis Schlafzimmer ist es dagegen richtig finster, ein schwarzes Loch ... so to speak!

Doch zurueck zum Thema: da regnets ein paar Stunden und die Weide wird zum See. Drumherum ist das Moor. Irgendwann hoert der Regen auf und es bleibt ein paar Stunden trocken. Der See verschwindet so schnell wie er gekommen ist.

Wie funktioniert das? Lehmboden? Wasser staut sich und fliesst wieder ab? Wohin?!

Ich weiss es nicht.

Abends klopft unsere Nachbarin an die Tuer und erzaehlt, dass ihr ein Pferd auf der Hauptstrasse vors Auto gelaufen ist. Man wollte es einfangen, ist aber entwischt. Ob es vielleicht unser Pferdchen gewesen ist, fragt sie. Daraufhin renne ich auf die Weide. Gottseidank steht Henry noch genau da, wo ich ihn angebunden habe!

Zwischendurch suchte ich nach einer Bleibe fur Henry, wo er den Winter haette verbringen koennen. Am besten waere gewesen ein Stall mit anderen Pferden. Gibt es auch: fuer €100 die Woche! Doch dann bekam ich einen Tip ueber einen guenstigen Stall in der Naehe. Als ich mit dem Besitzer sprach und erwaehnte, dass Henry urspruenglich Travellern gehoerte, wollte er nichts mehr hoeren und lehnte ab. Er hatte jedoch Mitleid und schenkte mir eine zerfledderte Pferdedecke.

So steht Henry immer noch da, wo er schon die ganze Zeit steht und da wird er auch vorerst bleiben. Immer noch besser als in der factory Dublin zu enden. Ich habe Heu und Futter besorgt, habe ihm eine Decke geschneidert. Neue kaufen lohnt nicht. Wird eh geklaut.

Jeden Tag laufe ich zwei mal mit den Hunden runter aufs Feld ... in den Schlamm und Regen. Trotzdem macht es Spass zu sehen wie Henry durch die Gegend galopiert und die Hundis hinterher. Denen macht das Wetter nix aus und ich tu als gings mir genauso. Abends, wenn der Wind und Regen gegen die Scheiben haemmert, denke ich an Henry und sage mir immer wieder: es geht ihm gut. Am naechsten Morgen gehen wir wieder runter und Henry wiehert uns freudig entgegen. Das ist doch mal was gutes, oder?

It's a life in the bog.

Wieder Mal ...

... das Wetter in Irrland und das nicht zum letzten Mal. Der Versuch Irrlands Wetter zu erklaeren oder irgendwie in Worte zu fassen ist schwierig.

2004 bin ich zum ersten Mal nach Irrland gekommen und ab 2005 geblieben. Wenn mich jemand fragt wie das Wetter hier ist, gibt es fuer mich eine einfache Antwort:

Scheisse.

Das Gelaber ueber atlantische Tiefs, typische Gefaelle, 13-stufige Beaufort Skala etc. mag fuer manche interessant sein. Fuer mich ist es einfach nur theoretisches Gequatsche. Die Praxis bzw. Realitaet bzw. Alltag bzw. das richtige Leben sieht anders aus. Nur Mal als Beispiel: haette ich nicht vor drei Naechten unseren Gaul Henry von der Weide in hoehere Regionen verlegt, waere er ersoffen! Das ist kein Witz.

Wenn ich den Verlauf des irischen Wetters in den letzten fuenf Jahren zusammenfasse, komme ich zu folgendem Ergebnis: es wird immer schlimmer! Momentan sieht es so aus als ob die Majas mit ihrer Weltuntergangsprognose recht haben koennten.

Ich behaupte sogar, dass dieses Land mit seiner Wirtschaft und Infrastruktur niemals auf einen gruenen Zweig kommen wird. Der gruene oder besser gesagt: der gesunde Zweig braucht wenigstens ab und zu Mal ein bisschen Sonne. Die Zweige hier sind zwar gruen aber morsch. So wie Irrlands Wirtschaft und Infrastruktur. Man braucht Geld, um kaputte Strassen, Bahngleise, Leitungen, Haeuser etc. in Stand zu setzen. Geld, das diesem Land fehlt. Es wird daher einfach nur geschustert und geflickt. Mehr ist nicht.

Die einzige Region auf der Welt, die mir gerade einfaellt, wo es Klimamaessig aehnlich abgeht ist der Sueden Chiles. Der Unterschied u.a. : dort ist es waehrend der Wintermonate kaelter und diese Region liegt nur ung. 800km noerdlich der Antarktis. Ausserdem ist sie sogut wie unbesiedelt.

Irrland liegt rund 2000km suedoestlich von Groenland. Die Gemeinsamkeit zwischen der suedspitze Chiles und Irrlands liegt beim unbestaendigen Wetter. Wie sagt man hier so schoen: man hat vier Jahreszeiten an einem Tag ... die regnerische!

To make a long story short oder sollte ich sagen to make a long story even longer:

Irrland ist ein Sumpf.

It's a life in the bog!

Dass hier ueberhaupt noch Touristen herkommen ist ein Wunder. Liegt u.a. an solchen Ueberredungskuenstlern wie unserem Wanderer. Tatsaechlich gibt es jedoch auch Menschen, die gerade wegen diesem Wetter hierher kommen. Wie z.B. dieser Spanier letztens, der erzaehlte, dass er jaehrlich zwei Wochen "Irrlandfrische" geniesst, um der Gluthitze seines Landes zu entkommen. Das muss man sich mal vorstellen!

Oder stellt euch vor, ihr lebt hier und sobald die Sonne rauskommt lasst ihr alles stehen und liegen, fahrt an den Strand oder in die Natur. Man weiss ja nie! So ist es uebrigens nicht nur mit dem Wetter, sondern mit allem in Irrland: man nimmt das, was man kiegen kann und macht das Beste daraus. Eine typisch irische Eigenschaft.

Natuerlich werden jetzt einige wie z.B. unser Freund der Wanderer sagen: so schlimm ist es garnicht!

Stimmt, es ist lange nicht sooo schlimm. Es ist viel schlimmer!

Dazu mehr in meinem naechsten Post. Besorgt euch schon mal Popcorn und was zu trinken ...