Montag, 21. Februar 2022

Sturm




Sturmschäden.

(Oder: Laßt uns übers Wetter reden.)

Bei jeder Böe von 70 bis 90 km/h, die wie ein Faustschlag gegen den 400 Jahre alten Westgiebel des Torhauses drischt, ächzt und vibriert das geschichtsträchtige Fachwerk lautstark und Respekt einflößend. Ich kann nicht schlafen. Noch einen großen Scheit aufs Feuer, noch etwas Wein nachschenken. Da draußen ist es brachial. Wenn wir das Dach des alten, ruinösen Haupthauses, hier im Edelhof, vor anderthalb Jahren nicht mit einer neuen, provisorischen Dachhaut versehen hätten, wäre es vergangene Nacht vermutlich das Ende für dieses ehrwürdige Denkmal gewesen. Auf der Straße knallt von irgendwo her ein Dachziegel aufs Pflaster. Über Stürme, Katastrophen und Vernichtung sinnierend, stehe ich hellwach am Fenster und höre dem donnernden Tosen zu, was aus den Wäldern in unser geschütztes Tal dringt.

Wetter. Angesichts des längst national sowie global um sich greifenden, universellen Dachschadens also endlich wieder Wesentliches. Mal keine Politik. Alles gut soweit.

Na schauen wir mal:

Eine lokale Nachrichtenseite (Thüringer Allgemeine) berichtet in einer bizarren Mischung aus Science Fiction, nannyhaftem Nudging und Sicherheitsfetischismus folgendermaßen über das gegenwärtige Februarwetter: “Zeynep in Thüringen - Auto in Baumkrone gefahren!” (Wow - dagegen ist der Film “Twister” mit der berühmten fliegenden Kuh ein Shice.)

“Der ADAC rät, bei Regen besonders aufmerksam zu fahren, die Geschwindigkeit zu reduzieren und abrupte Fahrmanöver zu vermeiden.” (Wow - endlich spricht dieses Geheimnis mal einer aus.) “In Weimar fiel eine der uralten Ulmen neben der Jenaplanschule in der Gropiusstraße. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Der Fall hat jedoch Folgen. Denn nun werden auch alle benachbarten Ulmen gefällt.” (Dies ohne „Wow“ von mir. Ich kenne diese jahrhundertealten, wunderbaren Riesen. Die haben im deutschen Fahrradhelm-, Zwanzigzone-, Sicherheitswahn-Freiluftgehege keinen Platz mehr. Also gleich weg damit. Aber was rege ich mich auf: Inzwischen rodet die grüne Öko-Mafia bereits Grimms Märchenwald, um dort Windräder, also “Zukunft” aufzustellen.)

Apropos Windräder. Ein weiteres Lokalnachrichtenblatt vermeldet aus der ländlichen Nachbarschaft: “Windräder in Oettersdorf (Anmerkung: Ein riesiges, die Thüringer Landschaft verschandelndes Areal) schalten sich zum Schutz ab. Bei Sturm kein Strom.”

Aha. Bei Flaute kein Strom, bei Sturm kein Strom. Energieerzeugung der Zukunft. Hier wieder mein “Wow”.

Zey…. Wie haben sie dieses Tief bitte genannt? Ich muß mich schlau machen, mein Wortschatz ist wohl zu schlicht. Recherchierend lerne ich: Die Sturmtief-Namen werden seit 1954 vom Meteorologischen Institut der FU Berlin vergeben; seit 1998 sind es (in stets alphabetischer Abfolge) in geraden Jahren weibliche, in ungeraden Jahren männliche Vornamen. Diese gelten übrigens nicht europaweit (Süd-, West- und Nordeuropa benutzen jeweils komplett andere, lokale Bezeichnungen für ihr Wetter), sondern gelten offiziell ausschließlich in Deutschland.

Insofern ist “Zeynep” dieser nahezu unaussprechliche, laut Wikipedia besonders im türkischen Staatsgebiet häufig vergebene, weibliche Name arabischer Herkunft, gewiß die richtige Wahl für unser heimisches Wetter. Ich bin überdies zu hundert Prozent sicher, daß vice versa im Reiche Erdogans “Zenzi, Zilla oder Zora” Riesenchancen auf kommende, stürmische, osmanische Frauenzimmer hätten. Wie ich unsere politisch selbstverständlich korrekten, woken und weltoffenen meteorologischen Agit-Prop Funktionäre einschätze, wird den nächsten Sturmschaden hier bei uns aller Voraussicht nach kein Anton oder August - sondern Ali oder Achmed anrichten. Insoweit stringent, quasi-prophetisch und - nun ja - irgendwie auch stimmig.

Unser supertoller Kachelmann-Wetterfrosch twittert übrigens gerade wieder in sturmpanisch-abfälligem Kontext mit Begriffen wie “Matschbirne“ und “Gewohnheitskartoffel” gegen fragende Individuen seiner Twitter-Fangemeinde. Daß dieser Vorbild-“Promi” bereits in der Vergangenheit sein giftiges Hetzgesicht gegenüber jeglichen politisch Andersdenkenden erschütternd demaskierte, blieb folgenlos und wird es auch in naher Zukunft bleiben. Wie gewohnt also weiterhin viel Haltung in der Verwaltung.

Ich schreibe stehend am Fenster. Wolkenfetzen rasen im Mondlicht über das Himmelsschwarz. Draußen nimmt die türkisch-arabische Windsbraut gerade nochmal so richtig Fahrt auf. Weltuntergangsstimmung. Aber das ist ja seit nun mindestens zwei Jahren Dauerzustand. Zwei Jahre Total-Idiotie, Corona-Sekte, religiöser Impf-Wahn. Transformation auf Speed. Diktatoren feiern Dauerparty. Wer ist dagegen schon diese Zeynep…

Meine superschlaue, superangepaßte, vorbildlich systemkonforme Universitätsstadt Jena druckt stoisch und stur seit zwei Jahren jeden zweiten Tag die “Inzidenzen” wie Hochwasserpegel-Meldungen auf ihre “Jenaer Nachrichten”-FB-Seite. So auch vorgestern:

“In Jena sind am Freitag 245 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Die 7-Tage-Inzidenz (kein Witz: man rechnet hier noch immer mit der hirnverbrannten ‘Inzidenz’-Zahl) liegt jetzt bei 1.001,5!” Damit erstmals in zwei Corona-Jahren ÜBER TAUSEND! So ein Waaaaahnsinn! Wie ich die intelligenzbefreiten Jenaer Paniker kenne, werden sie unsere Stadt nun vermutlich zur Sperrzone erklären und militärisch abriegeln lassen. Hunderttausende werden gewiß dennoch qualvoll sterben. Halt, Moment - es wohnen ja nur 110.000 Leute hier. Dann eben die. Am Omikrönchen werden wir alle eingehen. Diesmal wirklich. Ins Nirvana werden wir uns niesen. Diese Zeilen sind womöglich mein Abschiedsbrief. Hebt ihn Euch auf. Ich sage schon mal tschüß.

Lachen oder heulen wir?!

Wer es noch immer nicht begreift, daß demnächst bezüglich Corona gar nichts dauerhaft und endgültig “wegfällt”, hat schlicht nicht aufgepaßt, ist sehr vergeßlich oder unglaublich naiv. Es gibt längst das neue, verabschiedete “Pandemie-Gesetz”. Bei jeglicher neuen “Gefahrenlage” (welch wunderschöner Gummi-Begriff) wird sich die Regierung in Zukunft auf dieses Gesetz berufen. Damit nicht genug: Die WHO (als quasi alleiniges Eigentum von Bill Gates) erarbeitet darüberhinaus jetzt gerade eine weitere, neue Gesetzgebung - und zwar zur Übernahme der Weltregierung im Falle einer “Pandemie” - die sie jederzeit selbst auszurufen ermächtigt ist.

Apropos Bill Gates. Vorgestern, auf der Münchner Sicherheitskonferenz, entfuhr ihm die folgende, entlarvende Aussage: “Leider (sic!) ist das Virus selbst, insbesondere Omikron, eine Art Impfstoff - und hat es besser geschafft, die Weltbevölkerung zu erreichen, als wir es mit Impfstoffen getan haben.” Moment - war das nicht bisher die Aussage von uns “Verschwörungstheoretikern”? Was Mr. Gates anschließend noch klarmachte war folgendes: “Beim nächsten Mal werden wir besser sein. Derzeit wird bereits an einer universellen Grippeimpfung gearbeitet, die Hoffnung macht.” Wie habe ich hier bloß das Wort “Hoffnung” zu interpretieren, frage ich mich. Seit ihrer letzten Dringlichkeitssitzung über die Ausweitung ihrer Befugnisse, geht es der WHO um nichts Größeres, als alle Mitgliedstaaten im Falle einer Pandemie und “jeder anderen Form von Bedrohung oder Katastrophe“ zu übernehmen (sic!). Die WHO strebt an, daß die Mitgliedstaaten nun den neuen Vertrag über Covid-19 unterzeichnen, der den Vertrag von 2005 massiv erweitert. Nach dessen Unterzeichnung bekommt (Achtung!) die WHO bei “Naturkatastrophen oder Pandemien” Vorrang vor der Verfassung eines Landes. Faktisch kann sie damit in jedem Land diktatorisch Gehorsam durchsetzen und der Öffentlichkeit jegliche WHO-Richtlinien aufzwingen. Diese sind dann obligatorisch und nicht mehr nur empfohlen.

Welche Macht dies für eine winzige Elite bedeutet, vermag sich selbst der Kreativste von uns kaum vorzustellen. Bisher hat übrigens, soweit mir bekannt ist, einzig Russland diesem Vorhaben per Brief eine Absage erteilt. Daß die sogenannte “Öffnung”, die man uns in Kürze gönnerhaft gewährt, eine Giftpackung ist, wird umgehend im Kleingedruckten klar. Weiterhin sollen, so steht es dort, “Basisschutzmaßnahmen” gelten. Aha. Heißt: die Maske soll unbedingt bleiben.

Es ist die Terminologie von Lügnern und Verbrechern, die ihr Volk bereits so vollständig an die tagtägliche Verhöhnung gewöhnt haben, daß sie sich um Subtilität und Nuancierung keinerlei Gedanken mehr machen müssen. In der Werbebranche kennt jeder das KISS-Prinzip: „Keep it simple, stupid“ - wobei “stupid” ist hier als Anrede zu verstehen ist.

Unser wahnhafter “Gesundheitsminister” K.L. findet den Begriff “Freedom Day” nicht angemessen und sieht sich selbst im gleichen Atemzug als Opfer einer medialen Kampagne, deren Ziel es ist, die Pandemie zu verharmlosen. In einem Interview mit der “Taz” verkündet er tatsächlich, daß er sich nun als “Verteidiger der Wahrheit” betrachtet. “Deus vult!” möchte man hinzufügen.

In den Jahren 1968 bis 1970 tötete das Hong Kong-Virus (H3N2) weltweit etwa 4 Million Menschen. In Deutschland lag die Übersterblichkeit bei 40.000 Opfern. Mehrere 100.000 US-Amerikaner starben daran. Doch anstatt damals alles zu schließen, alle Leute einzusperren, deren Leben zu ruinieren, die Freiheit nebst Grundrechten abzuschaffen und dem Volk idiotische Maultüten sowie hochgefährliche, als “Impfung” deklarierte, gentherapeutische Injektionen aufzuzwingen - fand mittendrin das Woodstock-Festival statt. Mit Sex, Drugs & Rock‘n Roll bis zum Abwinken. Nur Fünfzig Jahre ist das her. Alles vergessen. Heute drehen wir frei.

Es ist diese unerträgliche Beleidigung des gesunden Menschenverstandes, mit der man uns hier seit Jahren tagtäglich peinigt, die einem logisch denkenden, gleichsam sensitiven und wachen Individuum seelisch so immens zusetzt. Diese unheilvolle Erkenntnis, diese innere Assemblage aus “Kassandra-Syndrom”, “Der-Kaiser-ist-nackt-Syndrom” und Edvard Munchs “Der Schrei” muß irgendwann gesundheitliche Spuren hinterlassen.

Wenn es mir, angesichts dieses ganz realen, riesigen, globalen Sturms, der hier bereits seit Jahren mit Orkanstärke weht, seelisch so richtig bescheiden geht, kann ich weder lesen, noch schreiben, noch reden, noch Filme schauen. Da ich keinen Fernseher mehr besitze, ist dieses bis zur Toxizität überdosierte Intellekt-Barbiturat auch nicht mehr disponibel, da bereits vor 30 Jahren von mir abgesetzt und entsorgt. Geht es mir nur mäßig mies, sind jedoch manche Filme, per Projektor und DVD, eine gute Wahl. In Christopher Nolans „Interstellar“ (jenem cineastischen Schatz, den ich unter 10 Filmen mit auf eine einsame Insel nehmen würde) gibt es eine Dialogszene zwischen Cooper und Großvater Donald, auf der Veranda ihrer Farm: „Es ist, als hätten wir vergessen wer wir sind. Forscher, Pioniere, nicht nur Verwalter. Früher haben wir in den Himmel gesehen und uns gefragt: Wo ist unser Platz zwischen den Sternen? Heute sehen wir nach unten und sorgen uns um unseren Platz im Dreck.“

Ohne weitere Anmerkung meinerseits.

Wenn inzwischen der Staat mit aller Macht und Autorität über alle seine Trompeten verkündet, daß die Sonne sich um die Erde dreht, und nur einige wenige Einzelne das bezweifeln, dann sind jene dennoch näher an der Wahrheit als das gesamte, sogenannte “Wahrheitssystem”. Jener, der heute der gängigen Regierungsmeinung kritisch und skeptisch gegenübersteht, ist gewiß kein “Nazi”, kein “Rechtsradikaler”, kein “Rassist”, kein “Populist” und auch kein “Antisemit”. Es ist zumeist schlicht und einfach ein Demokrat, der zum einen (aus verständlichen Gründen) um seine Heimat besorgt ist und dabei nur eine andere Meinung vertritt, als Regierung, Staatsmedien und die 85% des dauerblökenden, systemkonformen Wahlviehs. Auch wenn man diese Tatsache eigentlich nicht permanent erneut darlegen muß, hier doch nochmal der Reminder.

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Wieder eine durchwachte Nacht. Von jenen hatte ich viele, in den vergangenen Monaten. Manchen von Euch geht es ähnlich, was ich aus Gesprächen und Zuschriften weiß. Schwere Zeiten rauben den Grüblern den Schlaf während die Schlichten längst Schäfchen zählen.

Hier dämmert es inzwischen. Wenigstens Miezi schläft nun. Der Sturm mit dem unaussprechlichen Namen hat sich etwas gelegt. Den wahren Sturm - jener bewußt entfachte, der alles, was wir kennen, schätzen und lieben, sehr bald schon mit ungeahnter Gewalt wie altes Herbstlaub hinwegfegen wird, habe ich, wie ich gerade feststelle, noch nicht einmal angesprochen. Das würde jetzt auch den schon übergroßen Rahmen sprengen und keiner liest es mehr. Stattdessen also umgestürzte Bäume; gefallene Dachziegel; ein häßlicher Sturmtief-Name; das zum Taifun aufgeblasene Wasserglas-Stürmchen namens C.; sowie der übliche Klabauterbachsche Schwachsinn. Great Reset nur angerissen. Dazu noch ein paar persönliche Befindlichkeiten - die letztlich niemanden interessieren, in dieser Umbruchszeit, in der allerorten Leben, Pläne und Träume vor die Hunde gehen. In der die schlimmsten Sturmschäden einer das Schöne, Wahre und Gute zerstörenden Politik der Adepten der kommenden New World Order, jener totalen, neosozialistischen, globalistischen Apokalypse, längst schon irreparabel und unumkehrbar sind.

Wieder ein unvollständiger Text also.

Johann Gottfried Seume, jener feinsinnige, deutsche Dichter und Schriftsteller des 18. Jahrhunderts, beschrieb mit wenigen Worten, wozu ich stets Seiten brauche:

“Alles, was man in dieser Zeit für seinen Charakter tun kann, ist, zu dokumentieren, daß man nicht zur Zeit gehört.”

Hiermit lege ich, dies bejahend, erneut rudimentär Zeugnis ab. Möge ein diametral anderer Sturm sich gesundend dieses Landes, dieser Zeit und dieser Welt bemächtigen - und sich zum Orkan, ja zum Hurricane ausweiten, der von den Feinden und Zerstörern unserer Freiheit nicht mehr aufzuhalten ist
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Fotografie "Sturm" (Ostsee, Oktober 2018) und Kommentar Jörg Schneidereit

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