Montag, 7. Februar 2022

Wo leben wir denn hier und warum eigentlich?!

Ich weiß auch nicht alles (ein Kommentar von Akif Pirinçci)

"Nach jedem Artikel, den ich hier veröffentliche, trudeln Kommentare ein wie „Da hat der kleine Akif wieder einmal ins Schwarze getroffen!“ oder „Der kleine Akif bringt es auf den Punkt!“

Das ehrt mich, auch wenn ich mir darüber im Klaren bin, daß in diesen Blog eh nur mir Wohlgesinnte reinschauen – und Staatsanwälte. Ich möchte mich mit dieser Einführung nicht wichtiger machen, als ich es eh nicht bin. Denn ich will auf etwas anderes hinaus.

Viele glauben anscheinend, ich hätte die Weisheit mit Löffeln gefressen, recherchierte mir immer einen Wolf, lieferte messerscharfe Analysen, sei so eine Art Röntgengerät für Politik und Gesellschaft, das wissenschaftlich deren Eingeweide und Knochenaufbau sichtbar macht, und wäre überhaupt der absolute Durchblicker. Kurzum, ich sei so etwas ähnliches wie eine Kombination aus dem Orakel von Delphi und Rasputin. Selbstredend nur für Rechtsradikale und Nazis, also für jene, die das vom grün-links versifften Staat und der von demselben bezahlten Systempresse in den Mund gespritzte Zeug nicht sofort schlucken.

Das ist ein Irrtum! In Wahrheit schreibe ich hier rein gefühlsmäßig, reflektiere über Aufgeschnapptes und ergötze mich ansonsten an Frechheiten. Ja, vor allem das macht mir Spaß!

Die Ursache dafür ist, daß ich vieles nicht wirklich verstehe. Ich kann nur mutmaßen, rätseln, mir das Unerklärliche irgendwie zusammenreimen. Ob es stimmt, weiß ich nicht. Alles ist zu einem Rorschachtest geworden.

Früher war es nicht so, die politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge waren jedermann klar, egal, ob man sie guthieß oder nicht. Deshalb interessierten sich auch die Wenigsten für Politik. Irgendwie ging alles seinen Gang.

Wenn jemand in unserem jugendlichen Alter sich outete, daß er CDU-Mitglied sei, hielten wir ihn für einen komischen Kauz, und zwar nicht deswegen, weil er einer damals noch stockkonservativen Partei angehörte, sondern weil er sich freiwillig mit so etwas Langweiligem wie Politik beschäftigte.

Wenn jemand sagte, er sei bei den Grünen, hielten wir ihn für einen Spinner. Und zwar nicht deshalb, weil damals die Grünen wie inzwischen zu einer paradoxen Mischung aus totalitärem Verbotskult und staatlicher Versorgungsanstalt für Freaks, Perverse, Bildungsversager, schlautuende Moslems, körperlich Deformierte und nahe dem Schwachsinn angesiedelte Intelligenzler geeitert gewesen wären. Zu jener Zeit wollten die Grünen lediglich die Atomkraftwerke abgeschaltet wissen und verlangten, daß nicht nur potthäßliche Männer, sondern auch potthäßliche Frauen sinnfreies Zeug schnattern dürfen und daß alle Menschen fürderhin in Kommunen auf alten Bauernhöfen leben sollten. Das Letztere ist gescheitert, weil niemand um fünf Uhr in der Früh aufstehen wollte, um die Kuh zu melken.

Nein, wir hielten seinerzeit die Grün-Affinen deshalb für Spinner, weil sie diametral entgegen zu unseren jugendlichen Zukunftswünschen standen: Es zu etwas bringen im Leben, das schönste Mädel oder den kernigsten Mannskerl ergattern, endlich mal ein geiles Auto fahren, Herr über ein schönes Eigenheim mit Garten sein, tolle Urlaube machen, ja, irgendwie den größten Teil des westlichen Kuchens für sich einheimsen, der Mittelschichtstraum halt. Oder wie es damals in der Werbung hieß „Nichts ist unmöglich!“

Was ich damit sagen will ist, daß damals alles übersichtlich, nachvollziehbar und berechenbar war. Man brauchte sich nur anzustrengen, einen Beruf erlernen, sich Ziele stecken und diese trotz vieler Härten und Hindernisse erreichen. Wer es nicht tat, war halt ein Versager – seine Sache.

Die Politik sorgte dabei für Planungssicherheit. Konkret bedeutete es, da und da mußte eine Brücke gebaut werden, damit die Leute eine Zeitersparnis von 45 Minuten hatten, wenn sie zur Arbeit fuhren, und auf schnellstem Wege Waren transportiert werden konnten.

Das ist nämlich die Aufgabe des Staates, der zwar viele Steuern und Abgaben von uns nimmt, aber im Gegenzug die Infrastruktur – damit ist nicht nur die bauliche Infrastruktur gemeint, sondern auch Bildung, Gesundheitswesen, Altersversorgung, Rechtssicherheit usw. – liefert. Straßen z. B. können nur vom Staat gebaut werden, das war schon bei den alten Römern so. Würde nämlich der Straßenbau gänzlich privatisiert, würden sich die Privatunternehmen nur die Rosinen aus dem Verkehrskuchen herauspicken, in die vielbefahrenen Strecken investieren und den ländlichen Raum mit tausenden Dörfern und Kleinstädten quasi sich selbst überlassen, da sie verkehrstechnisch per se unrentabel sind.

Und mit diesem Brücken-Beispiel komme ich zu dem, was ich nicht verstehe. Es hat sich nämlich in jüngster Zeit herausgestellt, daß mehr als die Hälfte der Brücken in Deutschland wegen gravierender Schäden abgerissen und wieder neu aufgebaut muß. Das kann Jahre dauern. Man hat einfach vergessen oder besser gesagt die Binsenweisheit verlernt, daß auch Brücken altern und daß sie gepflegt und gewartet werden müssen.

Stattdessen hat man Energien bis an die Grenze einer militärischen Mobilmachung und Milliarden in die Beantwortung der Frage gesteckt, ob ein Mensch mit Penis, Hoden und einer Prostata nicht auch eine Frau sein könne und ein Mensch mit einer Gebärmutter ein ganzer Kerl. Wenn diese Frage zu Ende beantwortet wäre, hätte es übrigens für niemanden einen Nutzen. Es ist etwas Kultisches, ein halluziniertes Problem, so etwas wie das griechische Götterwesen und die Spekulation darüber, welche die stärkste Gottheit darin ist, was aber mit der Realität nicht das Geringste zu tun hat, schon gar nicht mit der Alterung von Brücken.

Jetzt die Preisfrage: Hat diese Politik der Bewältigung von Phantomproblemen, der sinnlosen Spiegelfechterei irgendwelche Auswirkungen auf das Leben der Bürger?

Seit zwei Jahren herrscht in Deutschland etwas viel Zerstörerisches als der Brücken-Gau. Corona und die schier kafkaesken bis diktatorischen Maßnahmen der Politik, um es aus der Welt zu schaffen, haben das Leben jedes Einzelnen von uns umgekrempelt, es in Dauerdepression versetzt, Reisen zur Erholung verunmöglicht, bis auf die Netflixierung der Gesellschaft das kulturelle Leben zum Erliegen gebracht und aus jedem einen potentiellen Straftäter gemacht. Die mentale Gesamtlage der Nation ist umso erdrückender, zumal wir uns alle an unser altes „freies“ Leben erinnern. Zuletzt habe ich gehört, daß Corona einen wirtschaftlichen Gesamtschaden von 300 Milliarden Euro verursacht habe. Eigentlich hatte ich das Zigfache angenommen.

Nun aber die Überraschung: Das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 ist um 2,7 % gestiegen!

Wie geht das? Ist es also scheißegal, was gerade im Lande abläuft und was die oben verkacken? Ich verstehe es nicht.

Bereits vor der letzten Bundestagswahl sind die Energiepreise enorm gestiegen, erreichte die Wohnungsnot wegen der Scheinasylanten-Invasion fast Nachkriegs-Dimension, wurde der Deindustrialisierung Vorschub geleistet, war bekannt geworden, daß die mit Geld für andere Länder nur so um sich schmeißenden Deutschen in Sachen Vermögen zu den Ärmsten in Europa gehören, stieg die Auswanderung Qualifizierter auf Rekordhoch, belief sich die unqualifizierte und nicht geringe kriminelle Einwanderung, fast alles Sozialfälle, dagegen seit 2015 auf 3 Millionen Menschen mehr, Tendenz steigend. Und so weiter und so fort.

Und trotzdem haben die Leute bei der Wahl das gewählt, was sie gewählt haben!

Ich verstehe das nicht. Meine schwarzseherischen Artikel der letzten Jahre beruhten offenkundig auf falschen Annahmen. Darin habe ich ein im Untergang begriffenes Land und ein auf seine Auflösung zusteuerndes Volk beschrieben. Meine Analysen halten aber der Realität ganz offensichtlich nicht stand. Die Deutschen scheinen mit überwältigender Mehrheit völlig zufrieden mit den Um- und Zuständen zu sein. Nach dem Motto eines bekannten Songs scheinen fast alle zu denken „Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt“.

In der neuen Regierung und im neu aufgestellten Parlament sitzen fast ausnahmslos Leute, die nicht einmal als Clowns in einem Zirkus eine Beschäftigung bekommen würden. Viele von ihnen sind im klinischen Sinne geisteskrank, besitzen weder eine Ausbildung noch einen Berufsabschluß, sind Hochstapler, leiden unter diversen geistigen und körperlichen Deformationen, kennen weder das Grundgesetz noch die Zuständigkeiten ihres Ressorts, können nicht einmal richtig Deutsch, geschweige denn eins und eins zusammenzählen.

Alles, was sie von sich geben, ist irreale Scheiße. Irgendwelche bekifften Theorien über das Funktionieren von Natur und Umwelt aus der Post-Hippie-Ära der 80er, irgendwelche kryptomarxistischen Sprüche, die sich wie eine Art M.-C.-Escher-Zeichnung für Volkswirtschaft ausnehmen, und lügnerisches Gutmenschen-Gefasel über handaufhaltende Ausländer, ohne die wir angeblich die kalte Fusion nicht hinkriegen können. Während selbst Athen und Istanbul in Schneemassen versinken, ist in dieser Clownswelt die Klimaerwärmung derart fortgeschritten, daß nur noch ein Verbot, sogar vom Verfassungsgericht angeordnet, von allem erlassen wird, was sich Technik nennt bzw. Zivilisation. Alle sollen in einer Behinderten-Sprache sprechen und schreiben, damit Frauen „sichtbar“ und mitgenannt werden. Tja, man vergißt oft, daß es neben Transen auch Frauen, also Frauen ohne Schwanz gibt, obwohl man sie doch andauernd bei xhamster sieht. Was für Schizo-Ideen von Lachnummern!

Aber: Es ist egal! Es ist völlig egal, wer in diesem Selbstbereicherungs-Scheißhaus namens Reichstag oder Europaparlament sitzt und den Leuten richtige Autos verbietet und eine Analphabeten-Pipeline von Afghanistan zu uns baut. Es könnten dort auch Schäferhunde sitzen. Den Deutschen gefällt es offenkundig. Sie steigern weiterhin roboterhaft das Bruttosozialprodukt, obwohl sie davon gar nichts haben. Außer dem Billig-Fraß von Aldi natürlich. Ich verstehe das nicht.

Während ich durch die Straßen spaziere, kommen mir freudlose, oft angespannte Gesichter hinter Masken entgegen. Irgendwelche von Zwangsgebühren und hintenrum von größenwahnsinnigen Milliardären bezahlte Arschkriechlinge von der Lügenpresse haben ihnen erzählt, daß das Schlimmste, was ihnen passieren könne, eine stinknormale Grippewelle sei. Die Pest damals in Europa sei ein Witz dagegen gewesen. Deshalb haben sie jetzt alle Restaurants und Puffs zu Grenzkontrollen à la DDR umgewandelt. Mit Ausnahme der richtigen Grenzen versteht sich. Und die Deutschen finden das alles richtig groovy, daß sie jetzt vereinsamen. Schließlich kann man ja soziale Kontakte bei der Arbeit pflegen, dort, wo man das Bruttosozialprodukt steigert.

Dann gibt es da die protestierenden Spaziergänger, eine klitzekleine Minderheit, die allen Ernstes daran glaubt, daß sie so Druck auf diejenigen ausüben können, die von ihnen gewählt wurden und die in Wahrheit ihr Wahlvolk und das Land aus tiefstem Herzen hassen. Genau so wie die staatstreuen Medien-Hanseln die Konsumenten ihrer Lügen-Elaborate hassen und eigentlich nur für ihre Kollegen schreiben und filmen.

Neulich hat irgend so ein Bürgermeister-Imitat sogar verlangt, daß man auf diese Spazierengehen-Tuenden schießen solle. Dabei hat er die barmherzigen Worte von Renate Künast (Grünen) vergessen, als sie 2016 anläßlich einer bestialischen Axt-und-Messer-Mission eines Afghan-Mannes, der in einem Regionalzug bei Würzburg vier Menschen schwer verletzte und dann von der Polizei erschossen wurde, twittermäßig zu bedenken gab: „Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden???? Fragen!“ Kann man die „Spaziergänger“ nicht auch spazierunfähig schießen???? Fragen!

Diese Spaziergänger kennen den Unterschied zwischen Demonstrationen und Nazi-Aufmärschen nicht. Eine Demonstration ist in Deutschland eine Demonstration, wenn die grün-linke Presse diese als eine solche bezeichnet. Es spielt auch keine Rolle, wenn dabei ganze Stadtteile verwüstet und in Brand gesteckt und Leute zu Krüppeln geschlagen werden. Der Politiker, also ein Menschenschlag, der sich durch eine Idioten-Auslese als der Oberidiot ausgezeichnet hat und dem sowieso alles am Arsch vorbeigeht, so wie das auch bei den Brücken, ist dann verpflichtet, diesem „Unmut“ Rechnung zu tragen.

Desweiteren ist eine Demonstration eine solche, wenn es sich z. B. wie bei „Fridays for Future“ um etwas dreht, was man nicht packen kann, was von der Realität weit entfernt ist, was mit dem wirklichen Leben nichts zu tun hat, was erst Wichtigkeit und Dringlichkeit erhält, wenn die Medien dir sagen „Du siehst es nicht, du spürst es nicht, aber wir mit unserem Geheimwissen können dir verraten, daß du bald sterben wirst, wenn du dein hart erarbeitetes Geld nicht diesen dubiosen Ideengebern überantwortest. Und bitte keine weiteren Fragen!“

Ein Nazi-Aufmarsch ist in der deutschen Lesart hingegen immer einer, wenn die Leute gegen ein tatsächliches, mit Händen greifbares Problem protestieren. Das ist deshalb so, weil das Sich-Einlassen auf den Protest für Politiker den Abstieg von der hoch droben in den Nebeln von Avalon residierenden Schimärenwelt bedeuten würde und sie dann wirkliche Probleme, wie bei den kaputten Brücken, lösen müßten. Dazu sind sie aber nicht fähig.

Aber wie gesagt, der Mehrheit ist es egal, sogar der Wirtschaft. Denn wie oben erwähnt läuft doch alles. Nochmals: Das verstehe ich nicht.

Diese Polemik hat jedoch auch einen traurigen Aspekt. Denn so, wie es aussieht, wird es die atemberaubend schöne deutsche Landschaft meiner Kindertage innerhalb der nächsten Jahre nicht mehr geben. Paradoxerweise wird sie sich ausgerechnet wegen Umweltschutz, wegen der von Studienabbrechern und Theaterwissenschaftlern ausgedachten Bekloppten-Energiewende, die natürlich nicht funktionieren wird, in einen flächendeckenden Industriepark mit zig Tausenden Windmühlen und Solar-Panzerungen verwandeln.

Aber auch das wird die Deutschen mehrheitlich kaltlassen. Denn wer zuläßt, darüber hinaus sogar darauf hinarbeitet, daß im schlimmsten Deutschland, das es nach dem Krieg je gab, das Bruttoinlandsprodukt trotz solcherlei Sadismen noch um 2,7 Prozent zulegt, der ist längst erblindet und völlig schmerzfrei geworden. Solch ein erbärmliches Volk sagt vermutlich auch bei einem sicher kommenden Blackout „Na endlich!“ … und spuckt dann wieder in die Hände."


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